Stimmen zum Projekt

Aminata Touré

Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Landtags Schleswig-Holstein

„Es kommt auf jeden Einzelnen und jede Einzelne an, sich immer dann Antisemitismus entgegenzustellen, wenn man ihn miterlebt. Ein antisemitischer Witz ist kein Witz, es ist nur Antisemitismus. Ressentiments, die in diese Richtung gehen, sind nicht Meinungen, sondern nur Antisemitismus.“

Foto: Thomas Köhler/photothek.de

Ben Salomo

Rapper

„Antisemitismus ist für viele Juden in diesem Land Alltag, oftmals seit der Kindheit. Es ist an der Zeit, dass sich die deutsche Mehrheitsgesellschaft endlich diesem Problem in den eigenen Reihen stellt und den Antisemitismus zurückdrängt. Genug der leeren Worte, es wird Zeit, dass Taten folgen.“

Foto: sl-pictures.de

Charlotte Knobloch

Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern

„Wer zum Antisemitismus schweigt, der sollte von Demokratie und Freiheit erst gar nicht sprechen. Wenn jüdische Menschen nicht in Sicherheit leben können, dann ist das eine Gefahr für die ganze Gesellschaft – und ein Problem, das jeden angeht.“

Foto: Tobias Koch

Christian Dürr

Stv. Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion

„Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch. Das ist Anlass genug nicht nur dann über Antisemitismus zu sprechen, wenn es zu echten Gewaltakten kommt, sondern auch über den alltäglichen Antisemitismus. Alltagsantisemitismus ist nicht akzeptabel, wir wollen mehr öffentliches, jüdisches Leben in Deutschland.“

Christian Lindner

FDP-Vorsitzender

„Antisemitismus ist eine der größten Herausforderungen, die wir haben. Wir müssen widersprechen, wenn Ressentiments geäußert werden, auch verkappt in der Form der Israelkritik. Und wir müssen dafür sorgen, dass jüdisches Leben in unserem Land geschützt wird, denn es gehört zu uns. Das ist ein Auftrag für uns alle.“

Foto: Jörg Rüger

Dorothee Bär

CSU-Politikerin und Staatsministerin für Digitalisierung

„Antisemitismus, ob bewusst oder unbewusst, ist unmenschlich und richtet sich gegen alles, wofür ich eintrete: Toleranz, Offenheit, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Widersprechen Sie, wann immer Ihnen Antisemitismus begegnet, laut, nicht abwartend, nicht zögernd, und sagen Sie Nein zu Antisemitismus jedweder Art.“

Foto: Jennifer Fey

Dunja Hayali

ZDF-Moderatorin

„Es ist wichtig, nicht zu schweigen, wenn wir Antisemitismus erleben, weil wir aus der Geschichte gelernt haben, weil jeder von uns Verantwortung für ein friedliches Miteinander trägt, weil wir unser Grundgesetz mit Leben erfüllen sollten oder schlicht: weil wir anständige, klardenkende und empathische Menschen sind. Wir sind zwar nicht gleich, aber wir haben die gleichen Rechte.“

Foto: BMI

Felix Klein

Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

„Jeder vierte Deutsche hat antisemitische Vorurteile. Das ist alarmierend und deswegen ist es wichtig, wenn man im Alltag Antisemitismus wahrnimmt, dagegen vorzugehen und zu sagen, dass man nicht einverstanden ist. Denn wir sollten nicht erst warten, bis es zu antisemitischen Straftaten kommt. Wir brauchen einen wachsame und mutige Zivilgesellschaft.“

Hape Kerkeling

Komiker

„Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch. Rassismus, Antisemitismus und Hass sind Gift und dürfen keinen Platz in unseren Herzen haben.“

Foto: Michal Sela

Jenny Havemann

Unternehmerin und Bloggerin

„Antisemitismus begegnet mir seit meiner Kindheit und ist heute mein ständiger Begleiter, vor allem auf Social Media. Wir brauchen mehr Bildungskonzepte für alle Altersklassen, mit dem Ziel Antisemitismus zu erkennen und zu trainieren einzuschreiten und Solidarität zu zeigen. Nur so führen sich Juden online und offline wieder sicher in Deutschland.“

Jens Teutrine

Vorsitzender der Jungen Liberalen

„Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch. Umso wichtiger ist es, dass die restlichen 75 Prozent bei jeder Form von Antisemitismus, egal ob von rechtsaußen, von Verschwörungstheoretikern, oder unter dem Deckmantel vermeintlicher Israelkritik, nicht schweigen, sondern widersprechen.“

Foto: Miriam Merkel

Konstantin Kuhle

Innenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion

„Jeden Tag passieren in Deutschland antisemitische Straftaten. Das ist ein unhaltbarer Zustand. Damit Jüdinnen und Juden sich in Deutschland sicher fühlen können, müssen die Sicherheitsbehörden antisemitische Straftaten als solche erkennen und als solche bestrafen. Vorher ist jeder Einzelne gefragt, im persönlichen Bereich Zivilcourage gegen Antisemitismus zu zeigen.“

Margot Friedländer

Holocaust-Überlebende

Antisemitismus gibt es schon seit Tausenden Jahren, es ist einfach nicht zu verstehen. Kommen nicht alle Menschen auf dieselbe Art und Weise auf die Welt? Der Unterschied ist doch nur das Geschlecht. Auf die Erziehung und den Umgang kommt es an.
Man muss nicht alle Menschen lieben ‒ aber doch respektieren, denn in jedem Menschen ist etwas Gutes; bring das Gute raus, und lass das Schlechte weg. Sei nicht still, wenn hasserfüllt gegen Juden oder andere Minoritäten gehetzt wird. Das ist EURE Pflicht, für EUCH und für EURE Zukunft. Denn was war, darf nie wieder geschehen.

Foto: Tobias Koch

Lars Klingbeil

SPD-Generalsekretär

„Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch. Aber auch diejenigen, die schweigen und das nicht kommentieren, machen sich mitschuldig.“

Ricarda Lang

Stv. Vorsitzende der Grünen

„Wir sind alle gefordert, persönlich, indem wir nicht wegschauen, und politisch, indem wir zum Beispiel jüdische Einrichtungen besser schützen oder Antisemitismus in den Lehrplänen verankern. Denn Antisemitismus trifft vielleicht nicht uns alle, aber er geht uns alle etwas an.“

Foto: Nadine Stegemann

Robert Habeck

Grünen-Vorsitzender

„Aus Einstellungen werden Gesinnungen, aus Worten Taten. Unsere Geschichte hat uns das auf die brutalst denkbare Weise bewiesen. Wir müssen das Gift des Antisemitismus erkennen, benennen und bekämpfen, zum Schutz der Würde und Freiheit der Einzelnen, zum Schutz unserer gemeinsamen liberalen Demokratie – diese Verantwortung tragen wir.“

Foto: Daniel Biskup

Sawsan Chebli

SPD-Politikerin und Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales

„Für viele Jüdinnen und Juden vergeht kaum ein Tag ohne antisemitische Hetze. Antisemitismus geht uns alle an. Antisemitismus ist Gift für unsere Demokratie. Antisemitismus bedroht unser friedliches Zusammenleben und deshalb müssen wir aufstehen jeden Tag. Jeden Tag gegen Antisemitismus kämpfen.“

Foto: Inga Liebe

Michel Friedman

Publizist und Moderator

Judenhass ist Menschenhass. Und deshalb engagieren wir uns als Menschen, unabhängig davon ob wir Juden oder Jüdinnen sind, gegen Antisemitismus, weil wir uns letztendlich für uns alle engagieren.

Stefan Müller

Fraktionsgeschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag

„Es ist Zeit zu handeln. Mit Sonntagsreden von Politikern ist es nicht mehr getan. Wir müssen Antisemitismus klar benennen und wir müssen den Betroffenen beistehen.“

Foto: Anne Hufnagl

Tilman Kuban

Vorsitzender der Jungen Union

„Die überwiegende Mehrheit der Täter kommt aus dem Rechtsextremismus. Es gibt aber auch Menschen, die meinen aus religiösen Motiven, beispielsweise mit dem Islam, solche Taten rechtfertigen zu können. Ich will, dass wir im Bereich der Bildung ansetzen. Denn Antisemitismus beginnt in den Köpfen. Wenn jeder Vierte antisemitisch denkt, ist das eindeutig zu viel.“